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Mein Schreibtisch

Zu Besuch bei Bürgermeister Andreas Magg, Olching

Mit den Kunstwerken in des Bürgermeisters Büro in Olching ist das seit Jahren so: Pro Jahr darf das Stadtoberhaupt per Beschluss des Rates für ein „kleines, aber nutzbares“ Budget ein öffentliches Kunstwerk erstehen. Für Andreas Magg bedeutet das nicht irgendein Objekt irgendeines Künstlers von irgendwo her. Nein, er bleibt vor Ort. Spricht ihn also auf heimischen Ausstellungen ein besonders schönes Kunstwerk an, holt er es ins Rathaus. Auch gerne, wenn es sich um Skulpturen handelt. „Bilder haben wir ja schon ziemlich viele“, schmunzelt der 38-Jährige, der in seiner fast neun Jahre langen Amtszeit bereits eine hübsche Sammlung zusammenbekommen hat.

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DER STEINIGE WEG (Giorgio Di Bernardo) Der Balken, auf dem graue Steine, zwischen Nägeln eingeklemmt, einen kurvigen Weg zeichnen, ist das Lieblingsstück des Bürgermeisters. „Der Titel passt gut zur Kommunalpolitik“, lacht er und betont die weißen, natürlichen Einschlüsse in den Steinen, die, richtig aneinandergereiht, den „weißen Faden“ auf dem steinigen Weg symbolisieren.


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DER QUERDENKER(Konrad Bogner) Noch eine Skulptur, die für Andreas Magg zur Kommunalpolitik und seiner Eigenschaft als Erster Bürgermeister passt. „Deshalb steht sie vis-à-vis von meinem Schreibtisch“, sagt er und grinst. Als Stadtoberhaupt müsse er ja Themen querdenken. Und natürlich auch offen sein, wie es die Zwischenräume zwischen den Querstreben des stilisierten Kopfes sind.


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VIER LÖWEN UND EINE SIEGESGÖTTIN (Hans Peter) Kommt einem bekannt vor … Aber klar, vom Siegestor in München! Insgesamt ist dieses Ensemble nur grob gearbeitet, besser, mit einer speziellen Brenntechnik getöpfert – und darum absolut faszinierend. Schade nur, dass es so weit oben auf dem Schrank steht. „Ich habe noch keinen anderen Platz gefunden, wo es besser zur Geltung kommt“, sagt Andreas Magg, selbst im Sternzeichen Löwe geboren.


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PERSPEKTIVE OLCHING Hängt zwar im Rücken des Bürgermeisters, ist aber ein Blickfang: Olching in vier gleich große Quadrate geteilt, aus der Vogelperspektive, fast dreidimensional in kräftigen Farben gemalt. Ulrich Marschall heißt der Olchinger Künstler, der auch schon für den Konferenzraum des Gemeindetages eine große Panoramakarte von Bayern gemalt hat. „Die Kombination aus Kunst und Landkarte hat mich als Geograph fasziniert und die bunten Farben passen hervorragend zu unserer Stadt“, erzählt der Bürgermeister


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DAS BILD OHNE NAMEN Andreas Magg mag es klar und strukturiert und ohne Schnickschnack. Wie auch das Bild von Gerd Gruber. „Ich mag Dinge, die schematisch sind“, sagt Magg, der zwar kein Pedant ist, aber doch auch keine Unordnung verträgt. „Die geordnete Unordnung auf dem Bild entspricht ganz mir“, sagt er.